III. Studie: Feedback kann Konkurrenzdenken fördern

Wenn Mitarbeiter plötzlich konkurrierendes Verhalten an den Tag legen, kann das auch an der Art des Feedbacks liegen, das sie erhalten haben. Das legt eine Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der IESE Business School in Barcelona nahe.

Feedback gilt als wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Unternehmenskultur. Richtig eingesetzt, kann es die Arbeitsleistung und die Zusammenarbeit im Team stärken. Doch wie beeinflusst unterschiedliches Feedback das Verhalten von Beschäftigten untereinander? Das wurde in einem Laborexperiment untersucht.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Art des Feedbacks einen wesentlichen Einfluss darauf hatte, wie die Spieler das Szenario beurteilten und ob sie sich kooperativ oder kompetitiv verhielten. Spieler mit individuellem Feedback agierten im kooperativen Szenario kooperativ und im kompetitiven Szenario über die Runden hinweg eigennütziger.

Im Gegensatz dazu verleitete das sogenannte Ranking-Feedback die Teilnehmer dazu, sogar das auf Kooperation angelegte Szenario als kompetitiv wahrzunehmen. In der Folge schlugen sie garantierte finanzielle Vorteile aus, nur um einen aus finanzieller Sicht irrelevanten höheren Rang für sich selbst zu erreichen. Über die Runden hinweg wurden sie immer konkurrierender und schadeten sich letztlich immer mehr selbst. So führte das Ranking-Feedback dazu, dass sich überdurchschnittlich viele Teilnehmende zu kompetitiven Akteuren entwickelten.

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