II. Bitkom: Ein Drittel nutzt dasselbe Passwort für unterschiedliche Dienste

Der falsche Umgang mit Passwörtern macht Cyberkriminellen immer noch das Leben leicht. Eine wichtige Stellschraube sind Passwörter.

Mehr als ein Drittel der Internetnutzer gebrauchen dasselbe Passwort für verschiedene Online-Dienste. Das sind sogar mehr als vor einem Jahr, als der Anteil noch bei 29 Prozent lag. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom Personen ab 16 Jahren, die das Internet nutzen. „Bequemlichkeit kann auch in der digitalen Welt gefährlich sein. Wenn ein Online-Dienst gehackt wird und die Zugangsdaten der Nutzenden in falsche Hände gelangen, können Cyberkriminelle sich Zugang zu verschiedenen Diensten verschaffen, wenn dort dasselbe Passwort verwendet wird“, sagt Simran Mann, IT-Sicherheitsexpertin beim Digitalverband Bitkom. „Für jedes Online-Angebot sollte ein eigenes, sicheres Passwort erstellt werden.“

Grundsätzlich ist das Wissen über die Bedeutung von sicheren Passwörtern inzwischen weit verbreitet. So geben 83 Prozent an, bei der Passwort-Erstellung auf einen Mix aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu achten. Knapp ein Drittel ändert Passwörter regelmäßig. 20 Prozent nutzen einen Passwortgenerator oder einen Passwortmanager zur Erstellung und Verwaltung von Passwörtern. Allerdings schreiben sich über 40 Prozent ihre Passwörter auf Zettel auf.

Immerhin nutzen knapp die Hälfte für Online-Dienste eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dabei muss nach der Eingabe des Passworts noch ein zweiter Code eingegeben werden, der zum Beispiel per E-Mail oder per Kurznachricht aufs Handy geschickt oder mit einer speziellen App auf dem Smartphone erstellt wird.

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