II. Denkanstoß: Zukunftsmuseum präsentiert Tiny House

Wie sieht das Wohnen der Zukunft aus, wenn Flächen und Energie immer teurer werden? Eine Mini-Haus ist eine Antwort.

Steigende Mieten, knappe Ressourcen und weltweit fehlender Wohnraum: Vor diesem Hintergrund präsentiert das Zukunftsmuseum – offiziell Deutsches Museum Nürnberg – seinen Neuzugang. Das gezeigte Tiny House heißt „PickUp House“ und bietet gerade mal 2,5 Quadratmeter Wohnfläche. Das Museum will mit diesem Exponat nicht nur die Frage diskutieren, wie viel Platz wir wirklich zum Leben brauchen. Es geht auch um den Aspekt, wer in der Stadt der Zukunft überhaupt wohnen darf. Das reale Vorbild bietet in Berlin auf der Ladefläche eines Transporters obdachlosen Menschen eine Unterkunft.

Marion Grether, Leiterin des Zukunftsmuseums, sieht im Tiny House eine konsequente Fortentwicklung im Konzept der Ausstellung System Stadt, das neben Wohnraumsituationen eben auch Mobilitätsaspekte behandelt. „Wir müssen mit der Vorstellung aufräumen, dass in Zukunft in sämtlichen Lebensbereichen alles immer noch größer und komplexer wird. Am Berliner PickUp House gefällt Grether besonders auch der pragmatische Ansatz, ein Fahrzeug mittels relativ wenig Material in ein kleines Eigenheim zu verwandeln. „Out-of-the-box-Denken wie dieses fasziniert mich schon immer.“

Foto: Sebastian Linstädt/DMN

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