II. DAK-Studie: Neun von zehn wollen teils im Home-Office bleiben

Gestern endete die gesetzliche Homeoffice-Pflicht. Doch viele Beschäftigte sind auf den Geschmack gekommen. Neun von zehn wollen auch in Zukunft mindestens ein Viertel ihrer Zeit von zu Hause aus arbeiten. Das zeigen Daten aus der Homeoffice-Studie der Krankenkasse DAK.

Die Zufriedenheit mit dem Home-Office – manche reden lieber von mobilem Arbeiten - ist im Vergleich zu 2020 gestiegen. Der Homeoffice-Studie der DAK zufolge berichten mehr Beschäftigte über Vorteile. Dazu zählen bessere Vereinbarkeit von Job, Familie und Freizeit sowie Zeitersparnis wegen Wegfall des Arbeitsweges. In Bayern waren rund 40 Prozent der Beschäftigten während der zweiten Corona-Welle im Februar 2021 im Homeoffice – bei hoher Arbeitszufriedenheit und Produktivität. Verglichen mit dem Stand vor der Pandemie ist das eine Vervierfachung bei der regelmäßigen oder täglichen Heimarbeit. Auch nach dem Ende der gesetzlichen Pflicht wollen neun von zehn Mitarbeitern sich nicht vom Home-Office verabschieden.

Konkret wollen 46 Prozent mindestens zur Hälfte von zu Hause arbeiten. Weitere zehn Prozent möchten fast gar nicht mehr ins Büro. Immerhin sagen in Bayern 85 Prozent der Männer und Frauen im Homeoffice, dass sich grundsätzlich dafür geeignete Aufgaben hier genauso gut erledigen lassen, wie am normalen Arbeitsplatz in der Firma. Auch nach Monaten zu Hause sind sie mit diesem Modell weiterhin sehr zufrieden: Sieben von zehn empfinden sich sogar als produktiver. Knapp zwei Drittel nehmen die Arbeit angenehmer wahr als im Büro. Stattliche 85 Prozent können Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren. Einziger Wehrmutstropfen: Die DAK diagnostiziert bei den Home-Office-Workern teils deutlichen Bewegungsmangel und Gewichtszunahme.

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